#Moscow2013 und die Schwulenfeindlichkeit der russischen Regierung

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open your mouth, Barbie BreakoutEs ist Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Russland und niemanden interessiert es. Die Tribünen sind so gut wie nicht besetzt und die Stimmung lässt nicht wirklich Freude bei diesem sportlichen Ereignis aufkommen.

Woran mag das liegen? So ein großes Land – Moskau, so eine reiche und stolze Metropole, aber irgendwo im Laufe der Entwicklung einfach stehen geblieben. Die Teilnehmer der Sportveranstaltung beschweren sich über die schreckliche Organisation und die permanenten Sprachbarrieren, weil anscheinend niemand in der Lage ist Englisch zu sprechen. Das kostet Nerven und nimmt Teilnehmern und Gästen jegliche Freude an diesem Turnier.

Da sich die Neugier der sportlichen Leistungen sehr in Grenzen hält, kommen wir lieber zu einem ernsteren Thema, das eine wesentlich höhere Aufmerksamkeit verdient hat: Der Schwulenhass in Russland.

Vor wenigen Wochen ist ein Gesetz in Kraft getreten, welches jegliche Äußerungen über Homosexualität verbietet. Wer dagegen verstößt, wird zu einer Geldstrafe verdonnert, muss mit Freiheitsentzug oder schlimmeren Konsequenzen rechen.

In den Medien wird das Thema eher leise behandelt, weshalb wir uns in der Pflicht sehen – obwohl unser Blog und Podcast nur wenige Leute erreicht – trotzdem einen Artikel zu schreiben, der auf diese menschenunwürdigen Missstände aufmerksam macht.

Informiert euch zu diesem Thema! Teilt es mit anderen! Wir dürfen nicht einfach nur zusehen und diese Zustände tolerieren.

Um Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken, hat der Berliner Travestiekünstler „Barbie Breakout“ ein Video von sich selbst gedreht. Er näht sich seinen Mund zu:

In einem Interview mit Charlotte Würdig in der YouTube-Show „Mein Loft“ erklärt „Barbie Breakout“ seine Motivation und beschreibt wie krass gegen Schwule und Lesben in Russland vorgegangen wird.

Bitte schaut euch das Video an und vor allem zeigt es anderen Leuten. Das darf auf keinen Fall so weitergehen!

SPIEGEL ONLINE: Geister-WM in Moskau: „Unfreundlich und grimmig“

2 Antworten

  1. […] 03:56 – #Moscow2013 – Bild: http://pic.twitter.com/DFxugiozhX 11:46 – Schwulenfeindlichkeit in Russland 19:07 – #Konsumlust / #Zweitjob 27:03 – #PofallabeendetDinge 31:31 – […]

  2. Ich selbst bin russe und schwul. Ich muss sagen, Russland verkommt zunehmend. Nach dem Mauerfall wurde der Sozialismus in seinen Grundfesten erschüttert und das hat man gemerkt, das aber meiner Meinung nach im positiven. Russland wurde gezwungenermaßen weltoffener und moderner. Doch der Trend dauerte nicht lang an und ich habe den Eindruck das entwickelt sich wieder zurück zu den alten dämlichen Werten die insgeheim jeder hasst aber das nie laut aussprechen will. – Für mich steht aber fest, ich werde in den nächsten Jahren keinen Fuß dahin setzen. Allein schon aus Angst.

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